Freitag, 24. Mai 2019

Ihr seid doch das ganze Jahr im Urlaub!


Das Saastal kennt Mai-Ferien. Viele Betriebe haben geschlossen. Es ist Zwischensaison. Sogar die Schule hat Ferien. Es ist Urlaubszeit für die Einheimischen. Tage, um sich zu erholen. Zwei Wochen, die der Familie gehören. Wo manche von ihnen deshalb in Urlaub fahren.
Immer wieder höre ich den Einwand: „Aber ihr lebt doch das ganze Jahr schon im Ferienparadies! Viel Sonne, feinstaubfreie Luft, grossartige Natur und eine einzigartige Berg- und Gletscherwelt: Ihr habt das ganze Jahr über Ferien!“
Eigentlich stimmt es: Wegen der Sonne, der Natur und der gesunden Luft bräuchte kein Saaser zu verreisen. Und doch, die Notwendigkeit von Erholung ist auch im Saastal unbestritten. Es gilt, sich von der strengen Wintersaison zu erholen und sich für den Sommer neu motivieren zu lassen.
Wissenschaftler der Universität Wien kommen allerdings zum ernüchternden Schluss, dass die Wirkung eines Urlaubes nach zwei drei Wochen wieder verpufft sei. Professor Gerhard Plasche rät deshalb, besser mehrmals im Jahr kürzere Pausen einzulegen. Denn schon nach den ersten drei Tagen eines Urlaubes verbessern sich Schlaf und Stimmung erheblich. Und nach einer Woche sei das Hochgefühl erreicht.
Verena Hahn von der Universität Mainz meint sogar, dass man dazu nicht zu verreisen brauche. Wer fähig ist genüsslich ein Buch zu lesen oder alles andere vergessend seinem Hobby zu frönen, der kann auch zuhause bleiben. Vor allem wenn er an einem Ort wohnt, wo Sonne, Luft und Natur so einzigartig sind wie im Saastal, muss ich da ergänzen. Doch auch Frau Hahn muss eingestehen, dass es mit einem Tapetenwechsel besser gelingt, den Kopf frei zu bekommen.
Erstaunt hat mich noch ein weiteres Resultat der Wissenschaftler. Sie kamen nämlich zum Schluss, dass es unwichtig sei für die Erholung, ob ich den Urlaub aktiv oder passiv verbringe. Wichtig sei nur, dass man das tut wozu man Lust hat. In diesem Sinne wünsche ich gute Maiferien.
Wie lange soll der Urlaub dauern? So lange, dass der Chef Sie vermisst, aber nicht so lange, bis er entdeckt, dass er auch ohne Sie recht gut auskommen kann.
Aus der Schweiz

Montag, 14. Januar 2019

Gute Nachrichten sind kaum gefragt


Ich kann die Journalisten verstehen. Sie müssen Spannendes abliefern, damit die Leserquote steigt. Dass im Skigebiet auf Mittelallalin im Saastal 3 Meter Neuschnee liegen und die Pisten mehr als perfekt sind, ist doch keiner Nachricht wert. Aber dass ein Investor allenfalls nicht über jeden Zweifel erhaben sei und vielleicht eigene Interessen habe, sehr wohl. Oder wenn ein Verwaltungsrat zurücktritt, ein Gemeindepräsident überall das Sagen habe, da hat es Raum für Verschwörungstheorien und abstruse Geschichten.
Nein, im Saastal ist nicht alles perfekt. Da gibt es auch unglaubliche Geschehnisse. Inkompetente Besserwisser in verschiedenen Gremien. Überforderte Gastgeber. Schwierige Situationen bei Bergbahnen. Aber das sind Dinge, die verbessert werden können. Baustellen, wo man auch dran ist.
Bloss, das Eigentliche müsste trotzdem erwähnt werden. Die Skipisten sind in einem Top-Zustand. Die Schneeverhältnisse ein Traum. Die Bergbahnen sind in Betrieb. Sonne, Panorama, Viertausender, Gletscher, Gastgeber sind einzigartig. Bereit, ihren Gästen unvergesslichen Urlaub zu bereiten. Vielleicht können Journalisten damit aber keine Story kreieren welche die Leserzahl steigert.
Für Gäste ist es aber einfach cool. Gut. Schön. Konzentrieren wir uns doch auf Gutes. Konstruktives. Schönes. Sich aufgeilen an allfälligen Missständen ist primitiv. Sich konstruktiv engagieren für die Gesellschaft ist hingegen edel.
„Sprich nie Böses von einem Menschen, wenn du es nicht gewiss weisst! Und wenn du es gewiss weisst, so frage dich: Warum erzähle ich es?“Johann Kaspar Lavater

 

Dienstag, 18. September 2018

Den Stecker ziehen!


BY CHRISTOPH GYSEL  24. JULI 2018
Die Freie Ferienrepublik Saas-Fee scheint ein Ort zu sein, wo verletzte Seelen gesunden können. Die grossartige Natur. Die imposante Berg- und Gletscherwelt. Die gesunde Luft. Sonne und Ruhe bieten ein ideales Umfeld gerade auch für Burnoutpatienten.
Ein Pfarrer, den ich letzte Woche hier im Saastal traf, hat es mir erneut bestätigt. Ein längerer Aufenthalt bei uns im Vorjahr, hätte ihm nach einem Burneout sehr gut getan. Deshalb sei er nun ins Saas zurückgekehrt, um den Urlaub hier zu verbringen. Und er ergänzte: „Ein wunderbares Tal, wo verletzte Seelen gesunden können.“
Klar. Es gibt verletzte Seelen. Leider. Menschen, die sich verausgabt haben, die Mobbing zum Opfer fielen oder sonst zu viel Schweres ertragen mussten. Mein Pfarrfreund hatte es auch so erlebt. Als aus seinem engsten Kreis plötzlich der haltlose Vorwurf kam, er unterschlage Geld, hat es ihm den Boden unter den Füssen weggezogen. Er stürzte in ein tiefes Loch. Alles hatte er in seinem Dienst gegeben. Ging in seinem Engagement bis an die Grenzen seiner Kräfte. Und nun das. Er verstand die Welt nicht mehr. War blockiert. Konnte der Arbeit kaum mehr nachgehen. Und da hat er den Stecker gezogen. Der Arzt hat ihn krankgeschrieben. In Erholung geschickt. Die letzten Wochen war er dann eben im Saastal. Und hat sich gut erholt.
Trotz der Tatsache, dass Menschen einander das Leben schwer machen, einander auch tiefe Verletzungen zuführen können, ist ein schöner Gedanke, dass das Saastal ein Ort sei, wo verletzte Seelen gesunden können. Es ist zu hoffen, dass angeschlagene Menschen in diesem paradiesischen Tal nur auf liebenswürdige Menschen treffen, damit die Heilung wirklich einen guten Verlauf nimmt. Allerdings ist es kaum vorstellbar, dass es an so einem herrlichen Ort es überhaupt andere Menschen gibt …?
Oder trifft die Feststellung von Friederich Schiller in seinem „Wilhelm Tell“ allenfalls doch auch auf das paradiesische Saastal zu: „Es kann der Frömmste nicht in Frieden Leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt“ ?
Christoph Gysel

Dienstag, 27. März 2018

Die WinterCARD und ihre Erfolgsgeschichten




Klar, die WinterCARD der Saaser Bergbahnen zählt viele Erfolgsgeschichten:
Die kreativen Marketingleute, die mit diesem Projekt sogar den „Oscar“ der Marketingbranche gewonnen haben. Zehntausende von Wintersportlern, die einfach glücklich sind. Den ganzen Winter lang zum Schnäppchenpreis inmitten der höchsten Viertausender die schneesichersten Pisten geniessen zu können: Das ist einfach phänomenal. Aber auch Leistungsträger sind begeistert. Hotels, Restaurants, Appartements, Geschäfte: Viele profitieren von der WinterCARD, diesem unschlagbaren Saisonabo. Metzger, Käseshop, ja sogar die Post und der Dorfarzt gehören zu den Gewinnern.
In einer Zeit, die von erschütternden, traurigen, negativen und oft noch falschen Nachrichten geprägt ist, möchte ich positive Geschichten erzählen: Die Erfolgsstory der WinterCARD in der Freien Ferienrepublik Saas-Fee. Jeder darf mir sein Erlebnis mitteilen. Und ich werde es zu einem bunten Strauss, zu einer wohltuenden und witzigen Reportage zusammenfügen. Erzählt mir also eure Geschichten mit der WinterCARD. Z.B. „Ich habe wegen der verlockenden WinterCARD wieder mit dem Skifahren angefangen.“ „Wir haben uns krumm gelacht als im Bergrestaurant wegen des grossen Ansturms das Besteck ausgegangen ist.“ „Witzig fand ich die Bemerkung des Beizers, dass so viele Gäste ihn täglich zum Schwitzen bringen.“ „Spannend, dass der Verbrauch von Gipsverband im zweistelligen Bereich zugelegt hat.“ „30% mehr Bratwürste gingen über den Ladentisch.“
Liebe Leser: erzählt mir eure Erlebnisse, Eindrücke, Lustiges und Nachdenkliches. Schräges und Skurriles zum Thema WinterCARD. Ich gestalte damit eine schöne, positive, witzige und grossartige Story.
Schickt eure kurzen Beiträge (2-3 Sätze) per Mail an:
marketing@saas-fee.ch
Christoph Gysel


Grosse Auszeichnung für Saas-Fee



Die Nachricht schlug ein. Der „Oscar“ der Schweizer Marketingbranche geht nach Saas-Fee. Die Marketing Trophy der Kategorie Klein- und Mittelunternehmen ging an das Projekt WinterCARD!
Am 6. März 2018 feierte die Marketingbranche in Luzern die kreativsten Ideen und erfolgreichsten Marketingprojekte des Jahres. Fachjury und Publikum erklärten die WinterCARD, Saas-Fee zum Sieger der Kategorie KMU. Die Auszeichnung entgegennehmen konnten die Verantwortlichen der Saastal Bergbahnen AG, des Tourismus und deren Agentur für Marketing und Business Development matter+gretener.
Da scheinen unsere Leute von Bergbahnen und Tourismus manches richtig gemacht zu haben. Diese Auszeichnung der Marketingprofis ist eine Würdigung ihrer innovativen Anstrengungen und ihres durchschlagenden Erfolges mit der WinterCARD. Dass man ebenfalls nominierte Firmen wie „Schweiz Tourismus“  hinter sich lassen konnte, ist Grund zur Freude.
Klar, im Augenblick fühlen sich wohl viele mitverantwortlich für den Gewinn des „Oscars“ und den Erfolg der WinterCARD. Man habe das Projekt schliesslich unterstützt. Sogar ein paar Karten gekauft. Und gut Werbung für die Sache gemacht. Sogar ich habe ein paar gescheite Texte geliefert. Aber die Anerkennung gehört den findigen Köpfen und den fleissigen Arbeitern des erfolgreichen Marketingprojektes, das im Saastal einen markanten wirtschaftlichen Schub ausgelöst hat.
Das Saastal ist nicht bloss in Sachen Natur einzigartig. Oder in Schneesicherheit nicht zu überbieten. Als mediterranes Bergtal, umgeben von 18 Viertausendern, einzigartig. Oder mit den authentischen Bergdörfern nicht austauschbar. Nein, auch manche unserer Köpfe sind einzigartig. Das stimmt mich zuversichtlich für die Zukunft des Tales. Und ich hoffe natürlich, dass diese Auszeichnung blockierende Besserwisser in Sachen Marketing etwas verstummen lässt. Denn es gilt vorwärts zu gehen. Der „Oscar“ soll schliesslich Schwung verleihen für neue Projekte …
Christoph Gysel


Mittwoch, 11. Oktober 2017

Die grösste Schiffskatastrophe der Schweiz

Themenwege sind gefragt. Auch in der Freien Ferienrepublik Saas-Fee findet man deshalb manche davon. Mein besonderes Interesse gilt dabei solchen, die mir Geschichte, Brauchtum und Kultur näher bringen. Deshalb habe ich die Einladung angenommen, an der Eröffnung des Hugenottenweges von Aarberg nach Lyss teilzunehmen. Dieser Weg ist ein Teilstück eines vom Europarat anerkannten internationalen Kulturweges.
Thema des Weges war also die Flucht der Hugenotten aus Frankreich. Nach der Aufhebung des Edikts von Nantes 1685, verliessen gegen 200 000 von ihnen ihre Heimat, weil sie ihren protestantischen Glauben nicht mehr leben durften. Sie flüchteten in die Eidgenossenschaft. Manche blieben hier. Viele von ihnen gelangten über Bern und Schaffhausen bis nach Holland und Norddeutschland.
Auf dieser Flüchtlingsroute waren am 5. September 1687 zwischen Aarberg und Lyss 138 Vertriebene mit zwei Weidlingen auf der Aare unterwegs. Die Schiffe waren total überfüllt. Die rohen Schlepper nur auf das Geld aus. Und dann geschah das Schreckliche. Die aneinander gebundenen Weidlinge kenterten. 111 Personen, auch Frauen und Kinder kamen ums Leben. Die grösste Schiffskatastrophe der Schweiz. Die Tragödie wird dem schmucken Wanderweg der alten Aare entlang auf verschiedenen Informationstafeln eindrücklich geschildert. Und der Gedenkstein bei der alten Kirche in Lyss, wo einige der Opfer begraben wurden, erinnert nicht bloss an sie.
Unweigerlich wird man auf diesem Weg auch in die Gegenwart zurückgeholt. Ausgebeutete Flüchtlinge, skrupellose Schlepper, überfüllte Boote, unzählige Todesopfer: es geschieht heute noch genauso. Das ist schwer zu ertragen. Allerdings bin ich überrascht, wie sich die Leute damals um die vielen Flüchtlinge auf ihrer Durchreise gekümmert hatten. Wenn ich davon lese, wie eine Stadt mit 5‘000 Einwohnern zeitweise 9‘000 Vertriebene beherbergte. Und dies in einer Zeit, wo höchste Armut herrschte. Da kann ich nur staunen. Vielleicht müssten wir dem Begriff „Nächstenliebe“ in der Schweiz, aber auch in der Freien Ferienrepublik Saas-Fee,  immer wieder neu nachsinnen. Ihn neu konkret werden lassen.

Posted on 7 by Saas-Fee

Donnerstag, 20. April 2017


Eine grossartige Wintersaison geht zu ende. Nicht bloss, dass viele glückliche Wintersportler die schneesicheren Pisten der Freien Ferienrepublik Saas-Fee geniessen konnten. Oder manche Leistungsträger mit dem Geschäftsverlauf mehr als zufrieden sind. Wertvoll erscheinen mir vor allem die grossartigen Begegnungen des vergangenen Winters. Glückliche Stammgäste. Zufriedene Einheimische. Spannende Diskussionen über Gott und die Welt. Coole Begegnungen.
Unvergesslich bleibt mir die Anregung jenes 12-jährigen Fans der Freien Ferienrepublik Saas-Fee. Zufrieden mit Pisten, Bahnen und Hotel meinte er: „Die gelben Skibusse sind aber echt ätzend. Ich hoffe, dass ihr bis nächstes Jahr eine eigene Flotte habt. Rotweiss mit dem grossen Logo der Freien Ferienrepublik Saas-Fee.“
Bewegend waren auch die Gespräche mit jenem Vater und seinen drei schulpflichtigen Kindern, die im vergangenen Jahr ihre geliebte Frau, resp. ihre Mutter verloren haben und nun das Saastal kennenlernen wollten, wo ihre Mutter früher glückliche Jahre verbracht hatte. Ihr Umgang mit der Trauer hat mich echt berührt.
Oder da war jener Mann, der als Reaktion einer etwas unflätigen Nörgelei eines Gastes, spontan eine Sitzbank spenden wollte. Er sei schliesslich seit Jahren sehr glücklich und zufrieden hier. Und das müsse nun auch einmal gezeigt werden. Nicht, dass etwa der Eindruck entstehe, dass alle Gäste unzufriedene Kritiker seien.
Ich hoffe, dass auch Sie schöne Erinnerungen haben an die vergangene Wintersaison. Begegnungen, die unvergesslich bleiben. Von denen Sie in schwierigeren Zeiten auch etwas zehren können. So ganz im Sinne von Seibold Klaus:
“Erinnerungen – Manchmal Oasen in der Wüste des Alltags.“
Ansonsten: Die Freie Ferienrepublik ist auch im Sommer eine Reise wert. Und der nächste Winter kommt bestimmt. Die WinterCard 2017/18 ist übrigens bis zum 22.April 2017 noch zum Hammerpreis von Fr 222.- erhältlich unter www.we-make-it-happen.ch
Christoph Gysel


Montag, 13. Februar 2017

Nebel, was ist das?


Radiotermin in Zürich. Ich bin bereit. Habe die neue Staffel mit Morgengedanken vorbereitet. Und reise deshalb motiviert aus dem Saastal. Vor Bern tauche ich ein in den Nebel. Bin völlig überrascht. Seit Wochen haben wir in der Freien Ferienrepublik Saas-Fee schönstes Wetter. Dass es auch Nebel gibt, habe ich völlig vergessen. Die tägliche Sonne erschien mir so selbstverständlich. Doch dies ist nicht so.
Da klagen Millionen von Menschen im nördlichen Europa über die Hochnebel-decke. Auch weite Teile der Deutschschweiz sind trotz Hochdruck Wetter unter einem Deckel. Nass, kalt und düster. Und dies schlage aufs Gemüt. Drücke auf die Stimmung. Mache krank. Viele Menschen leiden in diesen Wochen und Monaten. Nur, das müsste nicht sein. Im Saastal herrscht grossartiges, wolkenfreies Wetter. Stahlblauer Himmel. Wärmende Sonne. Weisse Berggipfel. Einfach grossartig. Und eben, absolut nebelfrei. Von den einzigartigen Wintersportverhältnissen ganz zu schweigen. Wer unter dem Nebel leidet und sich etwas Gutes tun möchte, sollte unverzüglich ein paar Tage in der Freien Ferienrepublik Saas-Fee verbringen. Das wäre Balsam für die Seele …
Klar, ich fahre morgen Abend zurück. Ins nebelfreie Saastal. In die Sonne. In die feinstofffreie Luft. Ins Paradies. Im Saas ist es einfach nebelfrei, sonnig. Klar, es mag Gründe geben, unter der Nebeldecke zu arbeiten und zu wohnen. Aber ein nebelfreies, sonniges Skiweekend im Saastal zu buchen, das steht jedem vernünftigen Menschen frei … Wer diese Chance nicht packt, ist selber schuld.

Christoph Gysel

Mittwoch, 14. Dezember 2016

Adventliches Verhalten?

Posted on 6 by Saas-Fee
 


Sitzung in Bern. Kommission „Kirche und Tourismus“. Sogar da war das Saastal, resp. die WinterCard von Saas-Fee für Fr. 222.- Gesprächsstoff. Klar, niemand konnte letztlich dagegen sein, dass 100‘000 Menschen glücklich sind … Später am Bahnhof wurde ich Zeuge einer eigenartigen Begegnung. Ein paar herumalbernde Jugendliche haben wohl zu wenig Rücksicht auf ein älteres Ehepaar genommen. Jedenfalls war der Mann bei meinem Eintreffen gerade am Schimpfen. „Kein Anstand! Kein adventliches Verhalten!“ grollte er vor sich hin. Die Sache ist nicht eskaliert. Im Gegenteil. Die Jungen haben sich entschuldigt und auch gleich verdrückt. Natürlich gibt es solche Vorfälle in der Freien Ferienrepublik Saas-Fee nicht. Da ist die Jugend wohlerzogener. Und die Erwachsenen sind überaus aufgeschlossen, tolerant und weitherzig …
Beschäftigt hat mich hinterher aber der Begriff „adventliches Verhalten“. Den kannte ich nämlich bis dahin nicht. Deshalb habe ich ihm etwas nachgedacht. „Adventliches Verhalten.“ Man freut sich auf Weihnachten. Man ist voller Erwartungen. Ist etwas emotionaler. Auch Spiritualität hat Platz. Wir sind grosszügiger. Spenden. Nächstenliebe darf sogar kosten. Wir basteln, schreiben, dekorieren. „Adventliches Verhalten.“ Es braucht nicht moralisch verstanden zu werden. Eigentlich ein schöner Begriff. Freude, Liebe, Kreativität und Hoffnung sind dabei.
Das Saastal zeigt sich in diesen Tagen von der schönsten Seite. Sonne pur. Perfekte Pisten in der ganzen Destination. Motivierte Gastgeber. Und ich, der alternde Tourismuspfarrer wünsche mir deshalb auch viel positives, adventliches Verhalten. Für die konkrete Umsetzung ist jeder selbst verantwortlich.
Nur wer die Herzen bewegt, bewegt die Welt
Ernst Weichert
Christoph Gysel

Montag, 5. Dezember 2016

Das bringt die Österreicher zum Schwitzen!




Posted on 25. November 2016 by Saas-Fee

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„Die Schweiz ist teuer! Wintersport im Wallis für eine Familie unerschwinglich. Skiurlaub in Österreich ist viel preiswerter!“ Was musste ich mir die letzten Jahre doch alles anhören, wenn ich für die Feriendestination Saas-Fee/Saastal unterwegs war. „Schön – aber zu teuer“ war das Fazit mancher Urlaubshungriger. Aber das ist Vergangenheit! Tempi passati!“ Ein neues Zeitalter ist angebrochen!
Das revolutionäre Angebot von Saas-Fee, einen Saisonskipass!!! für CHF 222.- anzubieten, hat die SkibrancheEuropaweit aufgeschreckt. Ein Kenner meinte sogar: Saas-Fee bringt die österreichische Skibranche zum Schwitzen. Der Preis ist unschlagbar! Möglich ist dies geworden, weil gegen 100‘000 Menschen das Angebot auch cool fanden. Und zupackten. Wohlverstanden, es handelt sich dabei nicht um das Angebot des Schleppliftes des Hinterbabentales. Das Hammerangebot gilt für Saas-Fee, das eben als schneesicherstes Winterskigebiet der Alpenausgezeichnet wurde!!!
Die Freie Ferienrepublik Saas-Fee überrascht einmal mehr. Ich freue mich auf den kommenden Winter. Auf über 100‘000 glückliche Gäste!  Auf Menschen, die sich freuen und geniessen. Auf das pulsierende Leben im authentischen Bergdorf, wo kein Euro-Gejammer mehr zu vernehmen ist, sondern einfach Freude herrscht“.
Falls Sie auch dabei sein möchten: www.we-make-it-happen.ch

Christoph Gysel

Freitag, 16. September 2016

Oh diese Jugend...


Dorfrundgänge mit Schulklassen. Sagenabende mit Jugendgruppen. Vorträge über die Geschichte des Saastals bei Teenagern. In diesen Wochen bin ich viel mit Jugendlichen zusammen, welche die Freie Ferienrepublik Saas-Fee kennen lernen. Lasse mich anstecken von ihrer Neugier, der Keckheit, den Träumen und ihrem Idealismus. Und das als bald 60-jähriger „Grufti“. Klar, ich halte auch Vorträge bei Senioren. Zeige auch älteren Menschen die authentischen Bergdörfer. Aber in diesen Wochen bin ich intensiv mit Jugendlichen unterwegs. Sehr viele Schulklassen und jugendliche Skifahrer beleben unser Saastal. Und ich darf dabei sein. Zugegeben, sie können laut sein. Euphorisch. Begeistert. Den Kopf voller Flausen. Sie haben Ideale, Sinn für Gerechtigkeit, Träume, Ideen, Power, den Glauben, die Welt verbessern zu können. Sie hinterfragen unsere Werte und Lebensgewohnheiten. Und dies kann ältere Leute wie mich stressen. Doch sie leben. Und sie erinnern uns an uns selber. Daran, dass auch wir einst die Welt verändern wollten. Es aber nicht geschafft haben …
Ich freue mich darüber, dass junge Menschen noch Träume haben. Dass sie die Welt verändern möchten. Ideale haben. Es anders machen möchten als wir. Gerechter. Nicht bloss Geldgesteuert. Ihre Werte leben. Ich möchte der Jugend nicht im Weg stehen mit meiner Besserwisserei oder sogenannter Erfahrung. Ich möchte sie ermutigen ihren Weg zu gehen. Und wenn sie noch etwas von mir, dem Alten wissen möchten, dann bin ich gerne bereit dazu. Deshalb investiere ich einen grossen Teil meiner Zeit in das Coaching junger Menschen.
Unbestritten ist, dass Menschen über 50 Veränderungen blockieren. Junge Menschen mögen zwar Fehler machen, doch selbst falsche Entscheidungen sind besser als blosses Bewahren und Blockieren. Von daher würde ich mich freuen, – denn es ist für die Freie Ferienrepubli, Saas-Fee überlebenswichtig – , wenn sich für die kommenden Gemeinderatswahlen auch 20-40-jährige zur Verfügung stellen würden. Nicht aufhalten lassen! Johann Wolfgang von Goethe hatte schliesslich schon festgestellt: „Man muss jung sein, um grosse Dinge zu tun!“
Für mich ist es ein Geschenk, dass ich so viel mit jungen Menschen zusammen sein darf. Klar kann ich da etwas Wissen vermitteln. Allerdings bin ich es, der profitiert. Ihre Begeisterung, ihre Kreativität, ihre schrägen Ideen, die noch nicht blockiert sind mit dem „das geht doch nicht“, all dies ist eine unglaubliche Inspiration für mich.

„Man braucht sehr lange um jung zu werden.“
Pablo Picasso


Christoph Gysel

Mittwoch, 31. August 2016

Was man erlebt haben muss.......

Es gibt Dinge, die sind für bestimmte Menschen wichtig. Sportler müssen olympische Spiele erlebt haben. Grosse Politiker sollten eine Rede vor der UNO-Vollversammlung zum Besten gegeben haben. Wirtschaftsbosse eine Einladung zum WEF erhalten haben. Doch allenfalls gäbe es da noch etwas Grösseres. Besseres. Genüsslicheres. Und erst noch für normale Menschen wie dich und mich.
Die Genussmeile in Saas-Fee. Am 11. September 2016 geht sie einmal mehr über die Bühne. Nicht Sport, grosse Reden oder Kinderstars stehen im Zentrum. Nein, du und ich dürfen gemütlich mit dabei sein, beim verrücktesten und zugleich genüsslichsten Event des Jahres in der Freien Ferienrepublik Saas-Fee.
Kulinarische Highlights. Tradition. Gemütlichkeit. Grossartige Stimmung im ganzen Dorf. Genuss pur. Geselligkeit. Beeindruckende Einblicke in alte Zeiten. Fröhliche Menschen. Die Begeisterung für diesen wirklich einzigartigen Anlass ist gross. Sogar Stammgäste des Saastales buchen regelmässig dieses spezielle Septemberwochenende und stürzen sich in historische Gewänder.
Wenn es diesen Anlass nicht schon gäbe, müsste man ihn erfinden. Wenn man sich etwas Gutes tun möchte, sollte man ihn deshalb auch nicht verpassen. Wann hat man sonst schon die Gelegenheit, sich von so vielen hochkarätigen Gourmetköchen verwöhnen zu lassen? So hervorragende Spitzenweine im authentischen Gletscherdorf zu geniessen? Gemütlichkeit inmitten der imposanten Viertausender zu zelebrieren?
Die Hoteliers von Saas-Fee zahlen mich übrigens nicht für diesen Werbeblog. Seit Jahren bin ich aber ganz freiwillig an diesem Anlass dabei. Erscheine als Pfarrer Johann Josef Imseng, dem grossen Pionier des Saastales, der vor gut 150 Jahren den Tourismus ins Tal gebracht hat. Und als erster Skifahrer der Alpen in die Geschichte einging. Gerne engagiere ich mich an diesem Anlass. Denn der Event ist wirklich cool. Ein Erlebnis, selbst für einen alternden Pfarrer wie mich. Da muss man einfach dabei sein. Nähere Infos unter www.saas-fee.ch/nostalgische-genussmeile
Christoph Gysel

Montag, 8. August 2016

Ein Tipp zur Unzufriedenheit

Da beklagte sich ein abreisender Stammgast über das Wetter. Dieses Jahr sei es nicht so perfekt gewesen wie im vergangenen. Nein, sie hätten auch diesmal keinen Regentag gehabt. Doch gemäss seiner App hätten sie drei Sonnenstunden weniger gehabt als in der identischen Woche des Vorjahres. Ich bin etwas irritiert. Weiss nicht richtig, ob er das wirklich ernst meinte. Allerdings stelle ich schon fest: Manche Menschen neigen zur Unzufriedenheit. Vor allem Erwachsene. Sind fixiert auf das Haar in der Suppe. Tun sich schwer, sich ohne Wenn und Aber an etwas zu freuen. Und da gibt es zum Glück noch Hilfsmittel, die uns unterstützen, unzufrieden zu bleiben Kinder sind da anders. Die können sich noch freuen. Gestern beobachtete ich zwei, die sich wohl Stundenlang mit dem Gartenschlauch, respektive mit dem Wasser vergnügt haben.
Eine Riesengaudi. Ganz ohne App.
Die Freie Ferienrepublik Saas-Fee hat übrigens noch mehr zu bieten als Wasser. Doch Schönes sehen, sich dran freuen und geniessen, das müssen wir schon selber tun.
„Der Skeptiker wappnet sich gegen alles, auch gegen das Glück.“
Georges Duhamel
Christoph Gysel

Freitag, 15. Juli 2016

Wahre Grösse

Menschen sind verschieden. Sehr sogar. Ihre Charaktere. Ihre Begabungen. Unglaublich vielfältig. In diesen Wochen hatte ich die Chance, viele unterschiedliche Menschen zu beobachten, zu erleben. Kompetente Chirurgen. Geduldige Patienten. Fürsorgliches Pflegepersonal unterschiedlicher Nationalität; seriöse, fachlich versierte, witzige, freundliche, dienstbereite… In Krankenhäusern kann man verschiedene Menschen beobachten.
Und ich hatte Zeit dazu. Viel Zeit.
Welche all dieser Menschen mir wohl den grössten Eindruck hinterliessen?
Wohl jene, die in aller Selbstverständlichkeit die kleinen und undankbaren Arbeiten verrichteten. Sich nicht zu schade waren, mir selbst den Hintern zu putzen. Echt bewundernswert.
Vielleicht bräuchte unsere Gesellschaft etwas weniger Leute mit einem grossen Maul. Dafür aber mehr Menschen, die bereit sind, zu dienen. Sind es nicht die uneigennützigen dienenden Menschen, welche auch die Freie Ferienrepublik Saas-Fee so grossartig machen? Ich denke an jenen Rentner, der seine Wanderwege grossartig unterhält. Oder an jenen Postbuschauffeur, der einfach nur freundlich und hilfsbereit ist. Grossartige Konzepte alleine verbreiten keine wohltuende Atmosphäre. Dienstbereite, freundliche Menschen hingegen schon.

Christoph Gysel

Die heilende Wirkung der Berge

Nein, ich gehöre nicht zu den Menschen, welche einen Felsen berühren können und dann gleich dessen grossartige Energie aufnehmen. Ich fühle beim Betrachten unserer Berggiganten nicht die Kraft des Universums, die mich zu neuen (Un)Taten drängt. Ich kann aber staunend unsere grossartigen Viertausender betrachten und dankbar an den Schöpfer denken, dem ich nicht egal bin. Ich kann mich freuen an all den vielen Dingen, die das Leben so schön machen. Der wohltuende Regen, der alles so grün werden lässt. Die unzähligen Alpenblumen. Die wärmende Sonne. Der streichelnde Wind. Die kecken Wildtiere. All die erfrischenden Menschen. Ich kann dankbar das Gute erkennen und mich deshalb auch mutig den schwierigen Herausforderungen des Lebens stellen. Da erzählt mir eine gut 80-jährige Frau über ihr Erleben als Verdingkind. Es war schlimm. Sie wurde bei einem Bauern platziert. Täglich so sehr geschlagen, dass sogar die Behörden darauf aufmerksam wurden. Sie kam in ein Kinderheim. Und damit vom Regen in die Traufe. Als Bettnässerin wurde sie täglich von der verantwortlichen Person auf einen Stuhl gesetzt und musste das nasse Bettlaken über dem Kopf tragen, bis dieses trocken war. Unglaublich. Plötzlich unterbricht sie ihre grausamen Erinnerungen. Ein Strahlen geht über ihr Gesicht, sie zeigt auf dasFletschhorn und meint: „Es sieht aus wie das Matterhorn“. Sie kenne all diese Berge gut. Auf manchen von ihnen sei sie auch selber gewesen. Sie hätte auch manch Gutes erlebt in ihrem Leben. Das wolle sie nicht vergessen. Ein Blick auf die grossartige Schöpfung kann wirklich gut tun.
Christoph Gysel

Mittwoch, 3. Februar 2016

Ein faszinierendes Gletschererlebnis



27. Januar 2016 by Saas-Fee

So etwas habe ich noch nie erlebt!“ Der Landwirt aus dem Kanton Schaffhausen ist begeistert. „Das faszinierende Blau zum Anfassen! Unglaublich, ich bin mitten durch die Gletscher gefahren! Links und rechts dieses ewige Eis! So nahe habe ich noch nie einen Gletscher gesehen.“ Der gut 50-jährige kriegte sich fast nicht mehr ein. Natürlich sei auch das Wetter wunderschön gewesen. Und die tolle Aussicht auf die 18 Viertausender grossartig. Aber was er zuoberst bei der Gletscherpiste erlebt habe, sei einfach unglaublich. Fast ehrfürchtig sei er da an den Eismassen vorbeigefahren. Jedes Mal sei ihm ein ergreifender Schauder über den Rücken gezogen. „Ein faszinierendes Gletschererlebnis!“ so fasste er den Skitag zusammen.

Dieses einzigartige Gletscherhighlight ist übrigens täglich zu erleben. Oberhalb von Saas-Grund, im sonnigen Skigebiet von Hohsaas (3‘200 m ü. M.) erlebt der Wintersportler echt Gletscher zum Anfassen. Überzeugen Sie sich selbst unter: AllalinTV. Oder noch besser: Erleben Sie unsere Gletscher in Natura.



Christoph Gysel





Sonntag, 24. Januar 2016

Ein hochzeitstauglicher Wintertag



21.01.2015 TO Saas-Fee

Tief verschneit präsentierte sich Saas-Fee am vergangenen Samstag den besonderen Gästen. Eisige Temperaturen. Viel Schnee. Bissige Windböen. Faszinierende Wolken, die spielerisch immer wieder kurz den grossartigen Blick auf die Viertausender frei gaben. Ein wunderbarer Wintertag. Genau so, wie es sich die Stammgäste für ihre Hochzeit gewünscht hatten. Ja, Francoise und Dimitri wollten ihren Freunden und Verwandten den Ort zeigen, wo es sie immer wieder hinzog. Die begeisterten Wintersportler wollten deshalb den schönsten Tag ihres Lebens in der Freien Ferienrepublik Saas-Fee erleben. Das Hochzeitspaar war überglücklich. Ihre Gäste begeistert. Einer meinte gar: „Ein hochzeitstauglicher Wintertag und ein wunderbarer Ort.“ Natürlich gab es schon auch einige brenzlige Situationen. Nicht alle Hochzeitsgäste hatten das ideale Schuhwerk. So wurde für einige Damen schon der Gang zur reformierten Kirche am Biel zu einem Abenteuer. Nach der Trauung fuhr die Gesellschaft mit der Bahn nach Spielboden, wo sie gemeinsam feierten und sich kulinarisch unvergesslich verwöhnen liessen. Sicher brachte die Bahn die Hochzeitsgesellschaft mitten in der Nacht wieder zurück ins Dorf, wo die Gäste vollkommen glücklich wieder übernachteten.
Warum ich das erzähle? Nicht, weil ich gerne Menschen verheirate. Aber es ist schon eine Überlegung wert, wenn schon, dann am schönsten Ort der Welt zu heiraten. Denn Saas-Fee ist hochzeitstauglich.

Christoph Gysel

Dienstag, 12. Januar 2016

Grüne Ferienregion: Energiestadt Saas-Fee

23.12.15, by TO Saas-Fee



Saas-Fee ist eines der bekanntesten Skigebiete der Schweiz. Der Tourismus boomt und es zieht immer mehr Menschen auf die Pisten. Doch mit dem Betreiben von Skipisten geht auch eine gewisse Belastung der Umwelt einher. Denn obgleich für die Alpinsportler das Carven, Wedeln und Rodeln eine gewisse Freiheit und Naturverbundenheit vermittelt, so ist der Einfluss auf die Umwelt doch erheblich. Rodungen, Eingriffe in bestehende Ökosysteme sowie ein grosser Energieverbrauch sind nur drei der Aspekte, die hier stellvertretend zu nennen sind. Die Gemeinde Saas-Fee hat versucht aus diesem Grund anderweitig den CO2-Haushalt zu reduzieren und geht seit Jahren mit gutem Beispiel voran. Nicht ohne Grund trägt der Ort den Slogan „Energiestadt“.


Skigebiete müssen einen grossen 
Ausgleich leisten für ihre Klimaneutralität.

Was ist eine Energiestadt?
Energiestadt.ch erläutert in folgendem Dokument, worum es sich bei diesem Slogan handelt, wie viele es davon in der Schweiz gibt und was der langfristige Nutzen ist. Über 350 dieser Städte existieren mittlerweile hierzulande und mehr als vier Millionen Eidgenossen haben ihren Wohnsitz in einem dieser gemeldet. Um sich als eine Solche bezeichnen zu können, bedarf es zwölf Hürden. Diese beinhalten zu Beginn die Schritte eins bis fünf, die sich in Beratung, Einstieg, Wahl des Beraters, Ermittlung der möglichen Massnahmen sowie die Übersicht bezüglich der Stärken und Schwächen des Standorts untergliedern. Schritte sechs bis zehn stehen für die Zertifizierung und benötigen die Bildung einer Arbeitsgruppe, eines Aktivitäten-Programms, die Umsetzung der Massnahmen sowie den offiziellen Antrag zur Teilnahme an dem Programm. Sofern alle notwendigen Schritte zur Zufriedenheit der Jury eingereicht beziehungsweise durchgeführt wurden, kann das Label schliesslich verliehen werden. Zur endgültigen Energiestadt müssen jedoch noch zwei weitere Voraussetzungen erfüllt werden. Hierbei handelt es sich um die jährliche Erfolgskontrolle sowie die Rezertifizierung, welche alle vier Jahre stattfindet. Saas-Fee ist eine der Schweizer Gemeinden, die alle zwölf Hürden meistern konnte und ist deshalb als Energiestadt zu deklarieren.

Warum Saas-Fee?
Die Gemeinde ist bereits seit 2002 als Energiestadt zu bezeichnen. Das zeigt sich in vielen Bereichen, die im Laufe des Textes noch erwähnt werden sollten. Wichtig sind zum einen die deutlichen Qualitätsstandards, die einzuhalten sind, sowie die Verwendung ausschliesslich regenerativer Energien. Gerade in Skigebieten ist dies nicht immer gewährleistet. Saas-Fee hingegen bezieht den gesamten Strom, der benötigt wird, aus der erneuerbaren Wasserkraft des Wallis. Damit hebt sich der Ort von den anderen Feriendestinationen der Schweiz ab. Dieser Artikel verdeutlicht das Engagement und zeigt, dass es auf einem ganzheitlichen Konzept basiert. Denn klimaneutrales Handeln macht nur dann einen Sinn, wenn dieses in einem umfassenden Rahmen gewährleistet wird. Ob als autofreier Skiort, durch umweltfreundlichen Pistenbetrieb mit Hilfe moderner Geräte, einem klimaneutralen Postwesen oder die Einrichtung feinstaubfreier Zonen, das Engagement der Verantwortlichen zeigt sich in vielen Facetten und ist bezeichnend für die einzelnen Initiativen, die sich schliesslich in einem Ganzen zu in der Bezeichnung Energiestadt bündeln.

Wie zeigt sich das Engagement
Die Initiativen der Stadt wurden bereits angesprochen, nun gilt es diese genauer zu betrachten. Denn eines wurde bereits deutlich: Die Stadt zeichnet sich durch ihre vielfältige und umweltschonende Politik aus.

Umweltfreundliches Postwesen – Klimaneutralität in allen Bereichen
Tourismusnews.com bringt auf den Punkt, was auf den ersten Blick nicht offensichtlich ist. Denn es sind nicht nur die augenscheinlichen Aspekte, die eine Energiestadt ausmachen, sondern eben auch die Dinge, die hinter den Kulissen ablaufen. So ist der Postversand des Ortes klimaneutral. Doch worum handelt es sich dabei genau? Im Grunde geht es darum, dass der Verbrauch, der durch den Versand entsteht, an anderer Stelle wieder eingespart wird. Onlineprinters.ch beschreibt die Vorgehensweise näher und geht besonders auf die Versanddienstleister, die Verpackungen sowie deren Rücknahme ein. Sind diese drei Eigenschaften gewährleistet, so handelt es sich um eine CO2-neutrale Versandart.

Der autofreie Ferienort
Auto-frei.ch ist eine Initiative der Gemeinschaft autorfreier Schweizer Tourismusorte und steht, wie der Name bereits vermuten lässt, für autofreie Ferienorte, die ausschliesslich mit Hilfe öffentlicher Verkehrsmittel versorgt werden.


Fahrrad statt Auto in Saas-Fee

Sicherlich gibt es Ausnahmeregelungen wie Krankenwagen, Feuerwehr oder Ähnliches, aber die meisten Bewohner sowie Besucher beschränken sich auf alternative Formen der Mobilität. Zu diesen Orten gehört auch Saas-Fee und zeigt ein weiteres Mal die vielen Initiativen zur Senkung des eigenen CO2-Verbrauchs.

Feinstaub adé
Aktuell gibt es keine Gemeinde in den Alpen, die sich selbst als vollkommen feinstaubfrei bezeichnen kann. Die Verantwortlichen um die Gemeinde Saas-Fee wollen dies ändern und haben zunächst alle Holzfeuerungen mit Partikelfiltern versehen, um das Aufkommen zu reduzieren. Bis zu einer Millionen Franken hat sich der Fiskus des Ortes dies kosten lassen. Geld, das nicht besser hätte angelegt werden können, denn ein hohes Feinstaub-Aufkommen steigert die Gefahr, an Krebs zu erkranken und wird seitens vieler Experten zudem als Auslöser für weitere Gesundheitsschäden angesehen.

Zielvorgaben für die Zukunft
Der Slogan der Energiestadt muss jährlich verifiziert werden, somit ist eine Vorgabe der Zukunft sicherlich der Erhalt dieses Qualitätsmerkmals. Doch die Stadtherren haben ganz konkrete Ziele für die Zukunft benannt. Dazu gehört neben einer zehn-prozentigen Reduktion des Gesamtenergieverbrauchs auch eine Erhöhung der erneuerbaren Energien auf 20 Prozent eine Sanierung aller Gebäude hinsichtlich des neuesten Standards. Zudem ist die Schaffung zusätzlicher Solarkollektorflächen sowie neuer Energieträger in den Bereichen Heizen und Strom geplant. Die jährlich anfallende Erfolgskontrolle wird zeigen, inwieweit die Gemeinde Saas-Fee diese ambitionierten Ziele erreichen konnte und ob sie sich weiterhin als eine Energiestadt bezeichnen darf.

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